Hyperhidrose

Definition

Die Schweißproduktion des Körpers ist eine nützlich und natürliche Funktion, denn damit schützt sich der Organismus vor dem überhitzen. Das ist vor allem an heißen Tagen besonders von Vorteil. Auch beim Sport sorgt wirkt sich die Schweißproduktion günstig aus. Denn ohne diese Körperfunktion würde der Körper schon nach einiger Zeit zu heiß werden. Bei der Hyperhidrose funktioniert die natürliche Schweißproduktion nicht mehr reguliert und so schwitzen die Betroffenen unabhängig von wärme oder kälte. Die Hyperhidrosis ist für die Betroffenen meist sehr störend und äußerst unangenehm. Dadurch entsteht ein sehr großer Leidensdruck, der bis hin zur Sozialen Isolation reichen kann. So ist ein normales Leben extrem eingeschränkt und kann als Folge auch zu Depressionen führen, wodurch Betroffene Hyperhidrose Patienten doppelt leiden. Bei der Hyperhidrose werden zwei Arten unterschieden. Zum einen die angeborene Hyperhidrosis und durch Krankheit ausgelöste Hyperhidrose. Allein in Deutschland gibt es etwa 1 – 2 Prozent Betroffene, d.h. in Zahlen sind das etwa 812.736 bis 1.625.473 Menschen, ausgehend von einer Gesamt Deutschen Bevölkerung von 81.273.685. Wissenschaftlich gesehen wird Hyperhidrosis bestimmt, indem der Schweißfluss unter den Achseln in einem Zeitraum von 5 Minuten gemessen wird. Dabei muss die abgegebene Schweißmenge um die 100 mg liegen.
[Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperhidrose, Stand: 27.06.2016]

Schweregrad der Hyperhidrose

Der Schweregrad der Hyperhidrosis wird in 3 Kategorien eingeteilt. Diese reichen von einer leichten Form der Hyperhidrose, bis hin zu einer sehr starken Form der Hyperhidrose. Bei der geringsten Form haben die betroffenen eine vermehrte Schweißproduktion an Handinnenflächen, Fußsohlen und unter den Achseln. Dabei sind die Handinnenflächen leicht feucht. Die mittlere oder mäßig starke Ausprägung der Hyperhidrosis zeigt sich durch sichtbare Schweißperlen auf der Stirn. Schweißflecken unter den Achseln ist bei der mittleren Ausprägungsform zwischen 10 cm bis 20 cm, was schon deutlich sichtbare Schweißflecken sind. Dabei sind die Handinnenflächen und Fußsohlen deutlich feuchter, als bei der geringen Form der Hyperhidrose. Die stärkste Ausprägung ist für die Betroffenen mit am schlimmsten, denn bei dieser Form tropft der Schweiß regelrecht von den leidenden. Die Schweißflecke unter den Achseln nehmen bei der stärksten Ausprägung der Hyperhidrosis sehr große Areale ein. Neben einer sehr starken Schweißproduktion an den Handinnenflächen und Fußsohlen, wird der Schweiß auch auf dem Handrücken und Fußrücken abgesondert.
[Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/haut/erkrankungen/hyperhidrose-schwitzen-bis-der-arzt-kommt-3755620.html, Stand: 27.06.2016]

Diagnose ist objektiv

Die Diagnose der Hyperhidrosis ist objektiv, denn bisher gibt es keinen Marker, mit dem genau diagnostiziert werden kann ob der Betroffene wirklich unter Hyperhidrosis leidet. Dies kann nur durch die Schilderungen des Leidenden erfolgen. Hilfreich ist auch hier, wenn die Ärzte den übermäßigen Schweißfluss sehen können.
[Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/haut/erkrankungen/hyperhidrose-schwitzen-bis-der-arzt-kommt-3755620.html, Stand: 27.06.2016]

Hilfe durch Strom

Mit Hilfe von Strom können die sehr aktiven Schweißdrüsen bei der Hyperhidrose wieder in einen normalen Zustand versetzt werden. Dies gelingt bei über 80% der betroffenen. Mit der Iontophorese können die Betroffenen selbst oder bei einem Arzt/ Therapeuten mittels Stroms eine deutliche Besserung erfahren. Auch für den Hausgebrauch gibt es Iontophorese Geräte. Durch Anbringen von Pads z.B. unter den Achseln kann schon nach wenigen Wochen eine enorme Verbesserung für die Betroffenen eintreten. Für die Hände und Füße gibt es extra Behälter, in die eingetaucht werden kann. Nach anfänglich täglichem Gebrauch kann die Anzahl der Anwendungen reduziert werden, sobald eine Besserung eingetreten ist. Erstaunlich was selbst so ein schwacher Strom bei der Iontophorese bewirken kann.
[Quelle: http://www.stern.de/gesundheit/haut/erkrankungen/hyperhidrose-schwitzen-bis-der-arzt-kommt-3755620.html, Stand: 27.06.2016]